Obra Kolping do Brasil

Year Published: 1975

Country of Origin: Germany

Description: 16mm Film - Obra Kolping do Brasil - BRD 1975 Filmcrew: N. N. Mitwirkende: Justin Kleinwächter, Paolo Link u. a. Der Dokumentarfilm berichtet zunächst über die Anfänge des brasilianischen Kolpingwerkes im Jahre 1923 in der Großstadt São Paulo. Ausführlich werden danach die vielfältigen sozialen und seelsorgerischen Aufgaben des deutschen Priesters Justin Kleinwächter und des Sozialpräses Paolo Link dargestellt, von der Pressearbeit über die Gemeinwesenarbeit (z. B. Berufsbildung und Arbeitsvermittlung) und Gruppenarbeit (z. B. Suchthilfe). Dass die Ideen Kolpings zu Beginn der 1970er Jahre insbesondere in Südamerika Verbreitung finden, ist nicht zuletzt dem jungen Geistlichen Justin Kleinwächter aus Greven zu verdanken. Kleinwächter kommt am 15. September 1941 in Danzig zur Welt. Nach dem Tod des Vaters flüchtet die Familie mit sechs Kindern und findet im nördlichen Münsterland in Hüttrup und Schmedehausen eine neue Heimat. In Greven, wo er sich dem Bund Neudeutschland anschließt, legt Kleinwächter 1961 das Abitur ab und nimmt anschließend das Studium der Theologie auf; zunächst in Münster, später in München und in Israel. Obschon er in Münster ab 1966 dem Priesterseminar angehört, absolviert Kleinwächter seinen Wehrdienst und macht eine Ausbildung zum Fallschirmspringer. Das Abenteuer in hohen Lüften pflegt Justin Kleinwächter auch nach seiner Priesterweihe 1969. Zwei Jahre später gründet er in Münster, wo er von 1969 bis 1972 als Kaplan in Heilig Kreuz wirkt, den Fallschirmsportclub. Nicht nur sein Hobby ist außergewöhnlich. Justin Kleinwächter ist in der Jugendseelsorge aktiv, er versteht die Sprache der Jugend, er spricht sie. Das bleibt Heinrich Tenhumberg, dem Bischof von Münster nicht verborgen. Einem diskreten Hinweis des Münsteraner Kolping-Diözesanpräses Bernhard Holländer folgend geht der Bischof in Absprache mit Generalpräses Heinrich Festing mit einem besonderen Auftrag auf den jungen Kaplan zu. Er soll von seinem Priesterdienst im Bistum freigestellt werden und stattdessen in Brasilien eine pastorale Aufgabe in der Entwicklungsarbeit übernehmen. 1972 geht Justin Kleinwächter nach Südamerika. Insgesamt sieben Jahre wird er dort wirken. Schnell macht sich Justin Kleinwächter mit den Ideen Adolph Kolpings vertraut und entwickelt zusammen mit Generalsekretär Hubert Tintelott ein Konzept, wie im fernen Brasilien ein Nationalverband aufgebaut werden kann. Er schafft dezentrale Bildungseinrichtungen und hilft so, dass sich junge Menschen langfristig den eigenen Lebensunterhalt verdienen können. Eine dieser kleinen Landschulen in der Nähe von São Paolo wird später seinen Namen tragen, die Escola Padre Justino Kleinwaechter. Da der junge Geistliche seine Reisen innerhalb Brasiliens nicht selten per Fallschirmsprung absolviert, hat er dort bald einen Spitznamen: Der Pater, der vom Himmel kommt. Auch in den Nachbarländern Chile und Argentinien ist Kleinwächter aktiv und leistet Pionierarbeit beim Aufbau der dortigen Nationalverbände. Noch heute hält Kolping Brasilien sein Andenken in hohen Ehren. Die Gründung des brasilianischen Verbandes 1973 ist ohne das Wirken Justin Kleinwächters kaum denkbar. Daneben bleibt die Verbindung in die Heimat. Der Oldenburger Kolpingtag 1975 steht im Zeichen der Partnerschaft mit Brasilien. Justin Kleinwächter ist einer der Referenten, und er landet zielsicher per Fallschirm neben dem Festzelt in Wisbek. Der Erlös des Kolpingtages von über 10.000 Mark fließt in Kleinwächters brasilianische Projekte. Noch heute zeigen sich weitab der Münsterländer Heimat Spuren seiner Arbeit. Im südbadischen Rielasingen feiert die dortige Kolpingsfamilie 2019 ein Pater-Kleinwächter-Fest. Der Erlös fließt in ein Projekt in Brasilien, das die Ausbildung junger Frauen in Schönheitsberufen zum Ziel hat. Am 09. Dezember 1979 kommt Justin Kleinwächter mit nur 38 Jahren auf tragische Weise zu Tode, als er in Brasilien bei einem Fallschirmsprung verunglückt. Er wird in seiner Heimatstadt Greven beigesetzt, in der die örtliche Realschule bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2017 seinen Namen trägt. The documentary first reports on the beginnings of the Brazilian Kolping Society in the city of São Paulo in 1923. It then describes in detail the diverse social and pastoral tasks of the German priest Justin Kleinwächter and the Social Praeses Paolo Link, from press work to community work (e.g. vocational training and job placement) and group work (e.g. addiction help). The fact that Kolping's ideas spread at the beginning of the 1970s, particularly in South America, is due not least to the young clergyman Justin Kleinwächter from Greven. Kleinwächter was born in Danzig on September 15, 1941. After the death of his father, the family fled with six children and found a new home in Hüttrup and Schmedehausen in northern Münsterland... Support my work on Ko-fi! https://ko-fi.com/theartoffilmon16mm

Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=689BWNJRBpE

Metadata Source:YouTube


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