Klima in Sibirien und Mittelasien

Year Published: 1993

Country of Origin: Germany

Description: 16mm Film - Klima in Sibirien und Mittelasien - BRD 1993 Buch und Regie: Hansjürgen Hilgert Kamera: Ron Rotem Musik: N. N. Entlang eines Querschnitts, der vom Kältepol in Nordostsibirien bis in die vegetationslose Salzwüste Kysylkum reicht, thematisiert der Film kontinentale Klimaextreme. An Beispielen aus dem Umfeld ausgewählter Wetterstationen werden die Lebensbedingungen in den verschiedenen Klima- und Landschaftszonen, die Möglichkeiten der Inwertsetzung sowie die Probleme durch die Eingriffe des Menschen aufgezeigt. Klimaphänomene werden in Verbindung gebracht mit uns fremden Alltagserscheinungen, was die Motivation begünstigt. 1. Oimjakon, Winter am Kältepol der Nordhalbkugel Lage: 63° 16' N/143° 09' E Höhe über NN: 740 m Mittlere Jahrestemperatur: -15,8° C Mittlerer Jahresniederschlag: 198 mm Die Luft- und Bodentemperaturen werden gemessen. Der Permafrostboden ist bis in einige hundert Meter Tiefe gefroren. Die Messungen, die über eine Radiosonde vom aufsteigenden Wetterballon gesendet werden, zeigen, dass die Lufttemperatur bis in eine Höhe von 1.500 Metern steigt. Diese Umkehr der Temperatur (Inversion) ist bedingt durch das Absinken der Kaltluft und durch weitere Abkühlung von der Bodenoberfläche aus. Verstärkend wirkt die Beckenlage von Oimjakon, in der sich Kaltluftseen bilden. Gezeigt werden ferner die Auswirkungen der Kälte auf den Lebensalltag. Ein Flug über die Vegetationszonen der baumlosen Tundra nach Süden leitet über zu den weitständigen Waldgebieten der Taiga (Nadelwälder) und führt schließlich zum Baikalsee. 2. Baikalsee: Klimawirkung eines großen Wasserkörpers Wetterstation Uschkani-Inseln: Lage: ca. 53° N/ca. 107° E Höhe über NN: 459 m Mittlere Jahrestemperatur: -1,6° C Mittlerer Jahresniederschlag: 254 mm Die Winterkälte ist hier geringer als in Oimjakon, der Boden ist nicht mehr ständig gefroren. Die Wassermassen des Sees wirken temperaturausgleichend. 3. Krasnojarsk: Auswirkungen der Industrieagglomeration Lage: 56° 00' N. 92° 53' E Höhe über NN: 156 m Mittlere Jahrestemperatur: +0,8° C Mittlerer Jahresniederschlag: 420 mm Die Emissionen der Industrien in und um Krasnojarsk belasten die Luft mit Schwefel, Fluor, Benzpyren, Stickoxiden und Kohlenstoffdioxid und führen, infolge der für den sibirischen Winter typischen Inversionswetterlage, zur Smogbildung. Auch auf mögliche Klimaveränderungen durch die Abholzung der Taigawälder wird hingewiesen. 4. Wüste Kysylkum und Aralsee Wetterstation Buzaubai: Lage: ca. 42° N/ca. 62° E Höhe über NN: 90 m Mittlere Jahrestemperatur: +10,5° Mittlerer Jahresniederschlag: 79 mm Das Wüstenklima ist gekennzeichnet durch außergewöhnliche sommerliche Hitze, Trockenheit, hohe Verdunstung und eine damit einhergehende Bodenversalzung. Die Menschen betreiben Wanderweidewirtschaft und leben im Wüstenort Buzaubai, einer Sowchos-Hauptsiedlung und in entfernt gelegenen Weidestationen. Die Wetterbeobachtungen der letzten 25 Jahre haben gezeigt, dass sich das Klima der Region verändert: Die Niederschläge werden geringer, die Lufttemperaturen steigen, die Winde werden heftiger. Grund für diese Klimaveränderung (Desertifikation) ist die übermäßige Wasserentnahme aus den Flüssen Amudarja und Syrdarja zur Bewässerung der großflächigen Baumwollmonokulturen in der Wüste und die damit einhergehende Austrocknung des Aralsees. Along a cross-section stretching from the cold pole in northeastern Siberia to the vegetation-free Kysylkum salt desert, the film explores continental climate extremes. Using examples from selected weather stations, it highlights living conditions in different climate and landscape zones, opportunities for exploitation, and problems caused by human intervention. Climate phenomena are linked to everyday occurrences that are unfamiliar to us, which helps to motivate us. 1. Oymyakon, winter at the coldest place in the northern hemisphere Location: 63° 16' N/143° 09' E Altitude above sea level: 740 m Average annual temperature: -15.8° C Average annual precipitation: 198 mm Air and ground temperatures are measured. The permafrost soil is frozen to a depth of several hundred meters. The measurements, which are transmitted via a radiosonde from the ascending weather balloon, show that the air temperature rises to an altitude of 1,500 meters. This temperature reversal (inversion) is caused by the sinking of cold air and further cooling from the ground surface. This effect is intensified by the basin location of Oymyakon, where cold air pools form. The effects of the cold on everyday life are also shown. A flight over the vegetation zones of the treeless tundra to the south leads to the widely spaced forest areas of the taiga (coniferous forests) and finally to Lake Baikal... Support my work on Ko-fi! https://ko-fi.com/theartoffilmon16mm

Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=IQhPgV6FXN4

Metadata Source:YouTube


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