Kinder in Rom - Kinder des Südens
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Year Published: 1952
Country of Origin: Germany
Description: 16mm Film - Kinder in Rom - Kinder des Südens - BRD 1952 Kamera, Buch und Regie: Gisbert Hinke Der Stummfilm 'Kinder in Rom' aka 'Kinder des Südens' zeigt das heitere, unbeschwerte Leben von Kindern der südlichen Sonne inmitten einer der schönsten und ältesten Städte der Welt. Der Fremde, der mit einem Gefühl erfürchtigen Erschauerns vor den unvergänglichen Zeugnissen der antiken und christlichen Überlieferung steht, sieht sich Kindern gegenüber, die naiv und unbekümmert zwischen dem Erbe der Vergangenheit ihrer Beschäftigung und ihren Spielen nachgehen. Und doch scheint hie und da auch den Jugendlichen eine Ahnung von der Werten zu überkommen. Auf der alten, von dem Zensor Claudius Appius Ende des 4. Jahrhunderts vor Christi angelegten Römerstraße, der Via Appia, die umsäumt von Zypressen und Pinien das vertraute Bild italienischer Landschaft widerspiegelt, gehen Bruder und Schwester Hand in Hand nach Rom hinein. Der Junge bringt das Mädchen am prachtvollen Halbrund des Colosseums vorbei zu einer der fünf Spezialtrams für Kinder - welch segensreiche Einrichtung für eine Großstadt - mit denen sie in die Schule fahren. Hilfreich nimmt sich die Schaffnerin der Kleinen an. Rasch steckt ihr der Bruder noch ein paar Bonbons zu und begibt sich dann durch die vielen ausgedehnten Grünanlagen Roms zu seiner Arbeitsstätte, einer Mechanikerwerkstatt. Mit ihm werfen wir einen Blick auf den Petersplatz mit Vatikan und Dom, aus dem gerade die Schuljugend von der Morgenandacht kommt, einheitlich gekleidet, wie alle Schüler und Schülerinnen der Stadt, aber keineswegs uniformiert wirkend. Auch in den Schulgärten finden Morgenandachten statt. In den 'offenen Schulen (scuola aperta) werden die Kinder im Freien unterrichtet. Nur wenn das Wetter zu schön, d. h. die Hitze unerträglich ist, sammeln sie sich im Klassenzimmer. Jungen und Mädchen sitzen nebeneinander und benehmen sich vor der Stunde nicht anders als deutsche Kinder: Die einen schauen noch in ihre Bücher, die andern tauschen Bilder von beliebten Filmstars aus. Für dieses Tauschgeschäft braucht das kleine Mädchen nun die Süßigkeiten des Bruders. Dieser ist indessen bei seiner Arbeit in der Werkstatt. Fröhlich steht er am Schraubstock. Dann schwingt er sich auf einen nagelneuen Motorroller und probiert ihn auf einem alten Hof aus. Die Arbeit ist ihm wie ein Spiel. An einer anderen Stelle dieses weiträumigen Hofes kämpfen Jungen um den Ball. Es sind Kinder aus einem Armenviertel, die hier mit demselben Eifer wie alle Jugend der Welt Fußball spielen.Von den Mauern blicken Büsten und Reliefs. Vielleicht hatte hier einst ein Renaissancekünstler seine Werkstatt, wo jetzt Motorengeräusche zu hören sind. Ein besonderer, in Italien ausgebildeter Schultyp sind die Montessorischulen, die Casa del Bambino. Sie wurden von Dr. Maria Montessori begründet, umfassen zwar alle Altersstufen, nehmen sich aber besonders des vorschulpflichtigen Kindes an. Diese Kleinen bis zu sechs Jahren sind richtig zu Hause in diesem Tagesheim. Sie sind mit verschiedenen Handfertigkeiten beschäftigt, bei denen der Spieltrieb frei entwickelt und das selbständige Denken geweckt werden sollen. Da ist z. B. ein kleiner Junge, der, ohne dass es ihm gezeigt wird, versucht, eine Schnalle zu schließen, also nicht auf dem Wege der Nachahmung, sondern des Nachdenkens und Probierens zum Ziel kommen soll. Dort müht sich ein Mädchen mit einem Zusammenlegspiel ab. Dass es sich um ein geographisches Spiel handelt - das Kind will gerade die Europakarte einsetzen - ist dabei Nebensache, es kommt vielmehr darauf an, dass es aus dem Formgefühl heraus die richtige Lösung findet... The silent movie 'Children in Rome' aka 'Children of the South' shows the cheerful, carefree life of children of the southern sun in the midst of one of the most beautiful and oldest cities in the world. The stranger, who stands before the immortal testimonies of ancient and Christian tradition with a feeling of fearful trepidation, is confronted by children who naively and carefree pursue their activities and games amidst the heritage of the past. And yet, here and there, even the youngsters seem to be overcome by a sense of values. On the old Roman road, the Via Appia, laid out by the censor Claudius Appius at the end of the 4th century BC, which is surrounded by cypresses and pine trees and reflects the familiar image of the Italian landscape, brother and sister walk hand in hand into Rome. The boy takes the girl past the magnificent semicircle of the Colosseum to one of the five special streetcars for children - what a blessing for a big city - on which they travel to school. The conductor helpfully takes care of the little ones. The brother quickly slips her a few sweets and then makes his way through the many extensive green spaces of Rome to his workplace, a mechanic's workshop. With him, we take a look at St. Peter's Square with the Vatican and the cathedral, where the schoolchildren are just coming out of morning worship...
Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=ZwwihgYFwtQ
Metadata Source:YouTube
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Art of Film On 16mm Youtube
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Record added: 2026-06-12 21:02:33