Ich diskutier nicht mit meinen Eltern - Trau keinem über 30

Year Published: 1970

Country of Origin: Germany

Description: 16mm Film - Ich diskutier nicht mit meinen Eltern - Trau keinem über 30 - BRD 1970 Buch und Regie: Theo Gallehr und Rolf Schübel Kamera: Karsten H. Müller Mitwirkende: N. N. In Interviews stellt der Film Aussagen Jugendlicher und ihrer Eltern über Erziehungsverhalten, Erziehungsstile, Vermittlung von Wertorientierung usw. zusammen. Eltern und Kinder werden dabei getrennt interviewt; durch den Schnitt entsteht eine Konfrontation der Aussagen. Aus DER SPIEGEL 27/1970 vom 28.06.1970: Wenn die Jungen auf die Barrikaden gehen, wenn sie aufbegehren und die Welt verändern wollen, finden die Alten Trost im Dichterwort: 'Wer Jugendtorheit überwunden, der hat gute Tag gefunden.' Dieses 'Gerede von der unausgegorenen Jugend und dem reifen Alter', vom 'Generationskonflikt, der nur politische Gegensätze vertuscht', haben die Hamburger Fernseh-Reporter Theo Gallehr, 40, und Rolf Schübel, 27, in ihrer neuen Dokumentation 'Trau keinem über 30' (ARD, Sonntag, 5. Juli, 20.15 Uhr) zu überprüfen versucht. Die beiden Journalisten, die erst kürzlich mit der Interview-Montage 'Zwischen Wohlstand und Klassenkampf' ein 'Meisterstück gesellschaftlicher Aufklärung' ('Zeit'-Kritiker Walter Jens) geliefert haben, wollen beweisen, dass Alter keineswegs Weisheit bedeuten müsse. Und was die Teens und Twens, vom NDR-Team in Hamburger Volks-, Real- und Oberschulen vor die Kamera geholt, ins Mikrofon sprechen, klingt auch durchaus vernünftig. Sie wollen mehr Demokratie im Klassenzimmer, 'weil man immer runtergedrückt wird', sie möchten ihre langen Haare und ihre eigene Meinung haben dürfen und nicht von 'alten Mackern' beschimpft werden. Vor allem, so wünscht es sich ein Mädchen, 'sollen die Erwachsenen mehr Verständnis für uns haben'. Freilich, es gibt auch andere. Die Schule, formuliert ein Primaner, solle vor allem eines tun: Führungspositionen vermitteln. Und damit gehört er fast schon zu jenen unverbesserlichen konservativen Lehrern und Eltern, die auf Autorität schwören und sagen: 'Wenn der Zwang aufgehoben wird, hört die Erziehung auf' - zu jenen Erziehern, die Ordnung und Sauberkeit über alles kritische Bewusstsein stellen. 'Kritik', so sagen die, 'zerfrisst alles Bestehende und frisst sich zum Schluss selber auf.' Doch Gallehr und Schübel lassen nicht nur die Verfechter strenger Zucht in der Erziehung zu Wort kommen, sie zeigen auch die anderen, die Liberalen, die Toleranten und Aufgeklärten, die ihre Kinder gewähren lassen, die für das Recht der Jugend auf Protest eintreten, weil 'man nicht zu allem ja und amen sagen soll'. Die Jungen, so sieht es ein Vater, 'sind gar nicht gefühllos. Sie wissen genau, was sie tun'. Da ist auch ein Volksschullehrer, der für die Schüler-Mitbestimmung plädiert, im Politik-Unterricht Probleme der Arbeitswelt diskutieren lässt und ein 'Bündnis von Arbeitern und Jugend gegen Unterdrückung' ersehnt. Solche klassenkämpferischen Parolen haben die Autoren in ihrem Dialog-Film, ihrem Frage- und Antwortspiel, nicht kommentiert. Sie bieten keine Lösungen. Eines immerhin zeigt ihre analytische Dokumentation ganz deutlich: Manchen über 30 kann man trauen, manchen nicht. In interviews, the film compiles statements from young people and their parents about parenting behavior, parenting styles, the communication of values, etc. Parents and children are interviewed separately. Parents and children are interviewed separately; the editing creates a confrontation between the statements. From DER SPIEGEL 27/1970, June 28, 1970: When the young take to the barricades, when they rebel and want to change the world, the old find solace in the poet's words: 'He who has overcome youthful folly has found a good day'. In their new documentary 'Trau keinem über 30' (ARD, Sunday, July 5, 8.15 p.m.), Hamburg-based TV reporters Theo Gallehr, 40, and Rolf Schübel, 27, have tried to put this 'talk of immature youth and mature age', of 'generational conflict that only covers up political differences', to the test. The two journalists, who recently delivered a 'masterpiece of social enlightenment' ('Zeit' critic Walter Jens) with the interview montage 'Zwischen Wohlstand und Klassenkampf', want to prove that age does not necessarily mean wisdom. And what the teenagers and twens, brought in front of the camera by the NDR team in Hamburg primary, secondary and high schools, say into the microphone sounds quite reasonable. They want more democracy in the classroom 'because you're always pushed down', they want to be allowed to have their long hair and their own opinions and not be insulted by 'old men'. Above all, one girl wants 'the adults to have more understanding for us'. Of course, there are others. One primary school pupil says that the school should do one thing above all: impart leadership positions. And so he almost belongs to those incorrigible conservative teachers and parents who swear by authority and say: 'When coercion is lifted, education ceases'... Support my work on Ko-fi! https://ko-fi.com/theartoffilmon16mm

Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=cKE9APwX7rc

Metadata Source:YouTube


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