Hommage au cinéma
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Year Published: 1990
Country of Origin: Canada
Description: 16mm Film - Hommage au cinéma - Kanada 1990 Buch und Regie: Alain DesRochers Kamera: Pierre Gill Musik: François Maurice LeSieur Darsteller: Jesse Hébert, Jean-François Pothier, Yves Deschamps, Pierre Desrochers, Maria Lucca, Stéphane Lafontaine, M. Morneau, Pierre Laverne, Louis Davignon, Arto Paragamian, Daniel Gauthier, Andrea Sadler, Sylvie Venne, Micheline-Eve Parent, Stéphane Crête, Éric Tramblay, Jean Pierre Bourassa, Daniel Weissow, Isabelle Longnus, Stéphane Rivard, Jean Latreille, Ghyslain Massicotte, Luc Gauthier, Serge Lamirande, Alain Leclerc, Pierre Chaput, Jacques Théroux, Roger Fernand Venne, Conrad Gamache, Virginie Dionne Bourassa, Pascale Dionne Bourassa, Chloé Besner Achard, Ysabelle Guilbert, Nancy Loof, Éric Bissonnette, Michel Boyer, Ron Rowson, Lucie Ouimet, Linda Sauvé, Heather Mha, Gille Simard, Anne Marie Leduc, Denis Chapdeleine, Alain Lucien, Ginette Gauthier, Lee, Pierre Massicotte, Michel Hébert Innerhalb von drei Minuten läuft die Filmgeschichte an unseren Augen vorbei - und das ist konsequent - handelt es sich doch um ein bewegtes und bewegendes Medium. In einer langen Fahrt auf einem Feldweg nimmt die Kamera aus einer zunächst halbtotalen Einstellung heraus einen kleinen Jungen auf; eine Sequenz, die Chaplins 'The Kid' assoziiert; gleichzeitig eine Chiffre, die für das neue Medium stehen kann: jetzt noch klein und allein, aber schon munter und guter Dinge. Der Junge entdeckt die sich langsam von ihm entfernende Kamera. Er reagiert schnell und spurtet hinterher. Eine zweite Person kommt hinzu. Bald werden es immer mehr, die von der sie filmenden Kamera fasziniert sind und ihr nachrennen, zunächst noch neugierig und staunend, dann laut und lärmend. Die Gruppe wird immer größer, der Blick und die Einstellung auf sie bleiben unverändert. Zu erkennen sind Bäuerinnen, Feldarbeiter, Soldaten des Ersten Weltkrieges, Fahnen schwingende Revolutionäre, Gangstertypen der 20er-Jahre, Revue-Girls, Sportler und Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Werden zu Beginn die Bilder in ihrer Ästhetik wie von verkratzten Schwarzweiß-Stummfilmkopien präsentiert und von Geigenmusik begleitet, so ändern sich nun auffällig die formalen Mittel. Den technischen und stilistischen Entwicklungen der Bilder passt sich die Musik an: Vom Slapstick zum Jazz und später über die populären Songs der Nachkriegszeit hin zum Beat und Rock. Das scheinbar Dokumentarische vermischt sich mit dem bewusst Inszenierten, mit Anspielungen und Zitaten. Die Musik wird schneller, das Tempo zieht an, das Bild wird farbig. Eine Cinéma Vérité-Crew stößt hinzu, dann Highschool-Girls aus Hollywood-Filmen der 60/70er-Jahre, zwei Easy-Rider, eine Hippie-Clique, Schulkinder, Rennradfahrer usw. usf. Die aus der Verfolgergruppe heraus den Siegeszug des Mediums begleitenden Kameras werden kleiner und flexibler. Die Gruppe behält ihre Richtung bei und folgt begeistert der Führungskamera. Der Weg wird zur Straße und mündet in einem Ort. Die Kamera stoppt und steigt wie ein Ballon nach oben, das Objektiv ist aus der Aufsicht auf das dicht gedrängte Publikum gerichtet, das begeistert nach oben winkt und schreit. 'Cinéma! Cinéma!' Der Film ist zu Ende. Das Equipment wird abgebaut. Was so spielerisch aussah und improvisiert wirkte, ist mit einem großen Aufwand an Technik und Personal verbunden. Der Kreis schließt sich. Das Publikum, einmal in Bewegung geraten, lässt sich nicht mehr aufhalten und geht eigene Wege. Die Formation der Gruppe löst sich auf, die Menschen laufen quer durchs Bild. Zu sehen ist am Ende noch der kleine Junge, der Anlass und Auftakt zu dieser Parforcejagd gab. In dieser Schlusssequenz findet sich die finale Folgerung: Film ist nicht nur Kunst, sondern auch Ware. Film steht auch für Produktion, Arbeit und Organisation. Wie kein anderes Medium hat es die Massen in Bewegung gebracht. Es gibt weder Rückschritt nach Stillstand. 'Movie, Action und Speed' sind angesagt! 'Hommage au Cinéma' kann in drei Minuten selbstverständlich keine allgemein verbindliche Aussage über '100 Jahre Film und Kino' machen. Aber es ist erstaunlich, an wie viele Epochen, Genre, Kultfilme und Meisterwerke der Filmgeschichte in dieser kurzen Zeit erinnert wird: an die klassischen Slapstickfilme von Chaplin, Keaton & Co; an den russischen Revolutionsfilm; an die frühen Gangsterfilme mit James Cagney, später an den Film noir; an die 'Ziegfeld Follies' und die Musicalfilme, an den italienischen Neorealismus; an Kriegsfilme und das Actionkino; an Musik- und Jugendfilme wie 'American Graffiti'; an 'Easy Rider' und die anderen Roadmovies; an 'Hair' und die Filme der Protest- und Friedensbewegungen usw. Diese Zusammenstellung ist nicht vollständig; andere Assoziationen und Wiedererkennungen sind möglich und gewünscht.
Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=KyDbu0uviV8
Metadata Source:YouTube
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Record added: 2026-06-12 21:02:52