1150 Jahre Arheilgen

Year Published: 1986

Description: Filmcrew: Film- und Videoamateure Darmstadt Buch: Hans Merlau Kamera: Peter Hartmann Arheilgen wurde der Vermutung nach im 5. Jahrhundert von einer Schar Alemannen gegründet, die sich damals am Ruthsenbach niederließen. Erstmals urkundlich erwähnt wird Arheilgen allerdings erst im Jahr 836 in einem Zinsregister der Abtei Seligenstadt. 1479 trat das Landgrafenhaus Hessen die Erbfolge des Geschlechts der ausgestorbenen Grafen von Katzenelnbogen an. Diese hatten zuvor seit 1150 den ältesten Teil Arheilgens, das etwa im Bereich der heutigen Messeler Straße gelegene Oberdorf, als Lehen gehalten. Arheilgen musste im Jahr 1569 einen schweren Brand überstehen, und zudem noch schwere Verwüstungen während des Dreißigjährigen Krieges. Im 18. Jahrhundert wurde der Ort wieder aufgebaut. Die 1898 erfolgte Ansiedlung der Firma Schenck mit einem Zweigwerk am Arheilger Bahnhof prägte Arheilgen, das zuvor von der Landwirtschaft dominiert war, ebenso wie die Reichsbahn mit ihrem Kranichsteiner Betriebswerk und dem dazugehörigen Güterbahnhof. Dies gilt noch immer bis heute; vor allem aber auch fur die ab 1903 erfolgte Niederlassung der Firma Merck am südlichen Ortsrand, mit der auch die Ansiedlung von den dort neu beschäftigten Arbeitnehmern einherging. 1937 wurde Arheilgen nach Darmstadt eingemeindet – eine in der Bevölkerung Arheilgens, die nicht gefragt wurde, durchaus kontrovers aufgenommene Maßnahme. Von den Bombenangriffen des 2. Weltkrieges blieb der Ort glücklicherweise weitgehend verschont. Nach Ende des Krieges, etwa zum Ende der vierziger Jahre hin, setzte die weitere Bevölkerungsentwicklung in Arheilgen ein. Es entstand u. a. die "Fritz-Wernath-Siedlung"; der dann in den sechziger Jahren der Einwohnerzuwachs im Südosten Arheilgen folgte und schließlich seine Weiterentwicklung in der Bevölkerungsausdehnung im Westen in Richtung der Main-Neckar-Bahn in den siebziger Jahren fand. Über die Bahnstrecke hinweg erwies sich als wichtiger Impuls fur den "Arheilger Arbeitsmarkt“ das dort im Westen gelegene Gewerbegebiet an der Weiterstädter Landstraße, das Mitte der siebziger Jahre entstand und bis zum heutigen Tag stetig gewachsen ist. Arheilgen is believed to have been founded in the 5th century by a group of Alemanni who settled along the Ruthsenbach at that time. However, Arheilgen was first mentioned in a document in 836, in a rent register of Seligenstadt Abbey. In 1479, the Landgrave House of Hesse succeeded to the title of the extinct Counts of Katzenelnbogen. The Counts of Katzenelnbogen had previously held the oldest part of Arheilgen - the Oberdorf, located roughly in the area of today’s Messeler Straße - as a fief since 1150. Arheilgen suffered a severe fire in 1569, as well as extensive devastation during the Thirty Years’ War. The town was rebuilt in the 18th century. The establishment of the Schenck company in 1898, with a branch plant at the Arheilgen train station, shaped Arheilgen - which had previously been dominated by agriculture - just as much as the Reichsbahn did with its Kranichstein depot and the associated freight yard. This remains true to this day; above all, however, this applies to the establishment of the Merck company on the southern outskirts of town beginning in 1903, which was accompanied by the settlement of the new employees working there. In 1937, Arheilgen was incorporated into Darmstadt - a move that was met with considerable controversy among the residents of Arheilgen, who had not been consulted. Fortunately, the town was largely spared from the bombing raids of World War II. After the war ended, around the late 1940s, Arheilgen’s population began to grow again. Among other developments, the “Fritz-Wernath-Siedlung” was built; this was followed in the 1960s by population growth in southeastern Arheilgen, and finally, in the 1970s, by further expansion toward the west in the direction of the Main-Neckar Railway. Across the railroad tracks, the industrial park on Weiterstädter Landstraße - located to the west - proved to be a major driver of the “Arheilgen job market.” It was established in the mid-1970s and has grown steadily to this day.

Online Copy: https://www.youtube.com/watch?v=SsZwfCdKMSU

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